EEG Photovoltaik

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Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

Vergütungen für Solarstrom

Das EEG regelt die Erzeugung und Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien in Deutschland. Jeder, der eine Anlage zur Erzeugung von sauberen Strom aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie betreibt, hat den Anspruch darauf, diesen Strom ins öffentliche Netz einspeisen zu können und vergütet zu bekommen. Daneben kann er den Strom auch direkt selbst nutzen, was sich angesichts steigender Strompreise immer mehr rechnet. Der Bundestag hat im Juli 2016 einige wesentliche Änderungen am EEG beschlossen, die zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten sind.

Bei Großanlagen setzt sich der Erlös für Photovoltaik-Strom (seit 01.01.2016 >100 kWp) aus einer Marktprämie und einem direkt mit dem Abnehmer verhandelten Strommarktpreis zusammen. Für Kleinanlagen gelten die bisherigen Einspeisevergütungen fort.

Zum anderen regelt das neue EEG auch die Behandlung des Eigenstroms, also des Stroms, den man selbst erzeugt und selbst verbraucht. Hier wird neuerdings eine Abgabe in Höhe von 40 Prozent der EEG-Umlage von den Netzbetreibern auf selbstgenutzten Strom in Rechnung gestellt. Solarstromanlagen in der für Ein- und Zweifamilienhäuser üblichen Größe von bis zu 10 kWp sind hiervon freigestellt. Für sie ändert sich gegenüber dem alten EEG nichts.

Alle Eigenversorger mit Anlagen, die über eine Leistung größer als sieben Kilowattpeak verfügen, müssen diese künftig dem zuständigen Netzbetreiber melden. Dabei ist anzugeben, dass Solarstrom selbst genutzt wird, die Menge im Kalenderjahr, die Größe der Solarstromanlage und ob die Pflicht zur Zahlung der EEG-Umlage aufgrund von Eigenverbrauch besteht. Zudem besteht bei dieser Anlagengröße ab 2017 die Pflicht zur Installation eines intelligenten Messsystems.

Die EEG-Vergütungssätze in der unten angezeigten Tabelle sind abhängig von dem Zubau von Solarstromanlagen in den Vormonaten. Je nach installierter Leistung (angegeben in MWp) steigt oder sinkt der Vergütungssatz.



EEG-Vergütungen für Solarstromanlagen bis einschließlich 100 kWp

Inbetriebnahme ab bis 10 kWp
(Ct/kWh)
bis 40 kWp
(Ct/kWh)
bis einschließlich 100 kWp
(Ct/kWh)
Ermittelter Jahreszubau 1.700 MWp 2.100 MWp 2.300 MWp 1.700 MWp 2.100 MWp 2.300 MWp 1.700 MWp 2.100 MWp 2.300 MWp
01.05.2017 12,27 11,93 10,66
01.06.2017 12,24 11,90 10,63
01.07.2017 12,21 11,87 10,60

Quelle: BSW

(Stand: 01.05.2017, alle Angaben ohne Gewähr)



Für Anlagen ab 100 kWp maximal erzielbare Erlöse aus Marktprämie plus Verkaufserlös

Inbetriebnahme ab bis 10 kWp
(Ct/kWh)
über 10 kWp bis 40 kWp
(Ct/kWh)
über 40 kWp bis unter 750 kWp
(Ct/kWh)
Ermittelter
Jahreszubau
2.300 MWp 2.100 MWp 1.700 MWp 2.300 MWp 2.100 MWp 1.700 MWp 2.300 MWp 2.100 MWp 1.700 MWp
01.05.2017 12,67 12,33 11,06
01.06.2017 12,64 12,30 11,03
01.07.2017 12,61 12,27 11,00

Quelle: BSW

(Stand: 01.05.2017, alle Angaben ohne Gewähr)

Einspeisevergütung und Marktprämie sind degressiv gestaffelt analog dem technischen Fortschritt. Zudem erfolgt eine Feinjustierung je nach aktuell von der Bundesnetzagentur ermittelter Jahreszubaumenge in Deutschland. Die in den vorangegangenen Tabellen aufgeführten Werte gelten jeweils für Neuanlagen und bleiben für diese 20 Jahre festgeschrieben.



EEG-Umlageanteil für Eigenstromverbrauch bei Anlagen >10kW

Jahr EEG-Umlageanteil ct/kWh
2017 40 Prozent 2,75*

*bei einer EEG-Umlage von 2016: 6,35 Cent/kWh und 2017: 6,88 Cent/kWh

(Stand: 01.05.2017, alle Angaben ohne Gewähr)

Mit der EEG-Umlage werden den Stromverbrauchern in Deutschland anteilig die Kosten der Förderung Erneuerbarer Energien pro verbrauchter Kilowattstunde Strom in Rechnung gestellt. Bei Strombezug aus dem Netz sind dies aktuell 6,88 Cent/kWh. Für Strom aus eigener Produktion aus Anlagen größer 10 kW, die nach dem 01. Januar 2016 in Betrieb genommen werden, wird eine reduzierte EEG-Umlage von 40 Prozent in Rechnung gestellt. Kleinanlagen < 10 kW bleiben hiervon befreit.