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Ehrung für einen solaren Netzwerker

Prof. Dr. Eicke Weber, Leiter des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme, wird mit dem SolarWorld Einstein Award 2013 ausgezeichnet.

Solarindustrie in Deutschland wäre nicht vorstellbar ohne die deutsche Solarforschung. Die deutsche Solarforschung wäre nicht vorstellbar ohne das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE).

Ein Think Tank, in dem an der solaren Energieversorgung der Zukunft geforscht wird. Eine Nachwuchsschmiede, in der helle junge Köpfe Netzwerke knüpfen. Eine Plattform, auf der sich Experten aus der Produktionspraxis, Forscher und Anlagenhersteller begegnen. Das Fraunhofer ISE wäre nicht vorstellbar ohne seinen Spiritus Rector Prof. Dr. Eicke Weber, der seit Juli 2006 das größte Solarforschungsinstitut Europas leitet. Am 20. Juni wurde Prof. Dr. Eicke Weber im Rahmen der Intersolar für seine Verdienste um die Photovoltaik in Europa mit dem SolarWorld Einstein Award geehrt.
 
Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender der SolarWorld würdigte den Preisträger als einen der großen Solarforscher Europas. Beim Fraunhofer ISE werde unter der Leitung von Prof. Weber wichtiges Know-How für die Solarindustrie entwickelt und zur Anwendungsreife geführt. Aber sein Wirken gehe darüber hinaus. „Eicke Weber ist einer der europäischen Kommunikatoren und Multiplikatoren für die Solarenergie schlechthin. Er hat der Solarenergie eine Stimme gegeben, die über die wissenschaftliche Community hinaus in Politik und Gesellschaft gehört wird.“

Der Physiker, Jahrgang 1949, hat sich als Materialforscher vorwiegend mit Defekten in Silizium und III-V-Halbleitern beschäftigt. So promovierte er 1976 an der Universität zu Köln in Physik mit dem Thema „Point Defects in Deformed Silicon“. Seine Habilitation folgte 1983 mit dem Thema „Transition Metals in Silicon“. In den letzten Jahren war er besonders auch an der Frage interessiert, wie sich aus Silizium mit hohem Metallgehalt (‚upgraded metallurgical silicon’) gute Solarzellen herstellen lassen. Der verwendete Rohstoff ist einer der wichtigsten Ansatzpunkte, um die Kosten für Solarmodule zu senken. Neben der Leitung des Fraunhofer ISE ist er als Inhaber des Lehrstuhls für Physik/Solarenergie an der Fakultät für Mathematik und Physik an der Technischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg tätig.

Professor Eicke Weber hat sich in seiner wissenschaftlichen Laufbahn auch stets um die internationale Zusammenarbeit und den Austausch von Ideen und Nachwuchskräften, besonders mit US-amerikanischen Forschungseinrichtungen, bemüht. So nahm er bereits 1983 einen Ruf an das Department of Materials Science and Engineering der University of California, Berkeley, an, wo er 2004 zum Chair der interdisziplinären Nanoscale Science and Engineering Graduate Group ernannt wurde. Während seiner Zeit in Berkeley verbrachte er auch je ein Forschungssemester als ‚visiting professor’ an der Tohoku University in Sendai sowie der Kyoto University in Japan.

Eicke Weber war Gründungspräsident des Berkeley Chapters der Alexander von Humboldt Association of America (AvHAA) und von 2001–2003 Präsident der AvHAA, einer Nichtregierungsorganisation zur Förderung von Stipendiaten der Alexander von Humboldt-Stiftung. 1994 erhielt er den Alexander von Humboldt-Preis und 2006 das Bundesverdienstkreuz. Er ist Fellow der American Physical Society und seit 2003 Vorstandsvorsitzender der German Scholars Organization (GSO), einer gemeinnützigen Organisation für deutsche Wissenschaftler, die im Ausland leben und forschen. Im Juli 2008 wurde er als Direktor in das International Board of Directors der SEMI, des internationalen Branchenverbandes führender Halbleiterhersteller, berufen. Die Electrochemical Society ECS, San Francisco zeichnete Weber im Juni 2009 mit dem Electronics and Photonics Division Award aus.

Im Oktober 2009 wurde er zum Ehrenmitglied des Ioffe Physical-Technical Institute of the Russian Academy of Sciences, St. Petersburg gewählt. Seit April 2010 ist Weber Mitglied der acatech – der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften, Berlin und nun auch Träger des SolarWorld Einstein Awards.

Der SolarWorld Einstein Award

Seit 2005 wird der SolarWorld Einstein Award an Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft vergeben, die sich in besonderer Weise für die Solartechnik und damit die Zukunft des Planeten Erde eingesetzt haben. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Dr. Hermann Scheer, Prof. Dr. Klaus Töpfer, Prof. Dr. Adolph Goetzberger, Prof. Dr. Martin Green, Prof. Antonio Luque Lopez, Dr. Rupert Neudeck und Prof. Yunus Muhammed, Dr. Bertrand Piccard, Günter Cramer und Water Missions International. Neben dem SolarWorld Einstein Award wird der Junior Einstein Award vergeben, der herausragende Nachwuchswissenschaftler auszeichnet.

 
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