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Vom Ölfiesling zum Solarfreund

Mittwoch, 19.12.2012 13:01v3

Larry Hagman war ein häufiger Gast bei SolarWorld – hier beim Dreh für einen seiner Werbespots in Freiberg. Begleitet wurde er von seinen Schauspielkollegen Ken Kercheval (r.) und Barbara Eden.

Dallas-Schauspieler Larry Hagman verstarb Ende November in einer Klinik im texa­nischen Dallas. Im Juni dieses Jahres führte Franz Alt eine Interview mit dem US-Schauspieler in München. In den Achtzigern kämpften sie gegeneinander um höhere Einschaltquoten, wenn dientagabends in der ARD zuerst Report mit Franz Alt und anschließend Dallas mit Larry Hagman alias JR lief. Zuletzt kämpften sie gemeinsam für das Solarzeitalter. Larry Hagman war unter dem Motto „Shine, Baby, Shine“ das Werbegesicht des deutschen Solarherstellers SolarWorld. Mit Alt traf er sich in München, um das Volksbegehren „Pro Sonne – Bayern für saubere Energie“ zu unterstützen. Es war das letzte Interview, das der US-Schauspieler in Deutschland gegeben hat.

Larry, welche Elektrizitätsart nutzen Sie in Ihrem Haus in Kalifornien? Larry Hagman: Ich habe eine der größten privaten Solarstromanlagen der USA auf meiner Ranch. Insgesamt 87 kW. Das entspricht etwa den Anlagen auf 15 Einfamilienhausdächern. Ich habe aber auch ein großes Haus.

Millionen Menschen kennen Sie als den bösen Öl-Mann aus „Dallas”. Warum machen Sie nun Werbung für Solarenergie? Weil das die Lösung für die Welt und für alle Zeit und für alle Kontinente ist. Öl und Kohle töten uns. Sie werden immer knapper und teurer und der Klimawandel radiert in 50 Jahren die ganzen Küstenregionen aus. Erneuerbare Energien sind für mich der einzige Weg zur Rettung. Sie propagieren heute „Vergessen Sie Öl, Solarenergie ist die Energie der Zukunft“. Was sind die wichtigsten Vorteile der Solarenergie? Sie ist schon heute billiger, sie hält länger und sie trägt nicht zur globalen Erderwärmung bei. Lauter unschlagbare Vorteile.

Denken Sie, es ist möglich zu 100 Prozent in erneuerbare Energien zu wechseln? Natürlich, und das ist viel preiswerter als die immer kleiner werdenden Vorräte an fossilen Energien zu plündern. Knappheit verteuert jeden Rohstoff.

Was denken Sie, wie lange es noch dauern wird, bis der Wechsel in erneuerbare Energien möglich wird? Wow, falls die Regierung mitspielt wird es in 15 – 20 Jahren soweit sein. Dann hätten wir Sonnenenergie, Windenergie, Bioenergie und Wasserenergie. Ich bevorzuge allerdings die Sonnenenergie, weil sie nichts in sich hat, was kaputt gehen kann, und weil sie einfach überall verfügbar ist.

Al Gore kalkulierte, dass die USA in 20 – 30 Jahren zu 100 Prozent mit erneuerbaren Energien funktionieren kann. Was sind die größten Probleme für den Wechsel in erneuerbare Energien in den USA? Die Chefs der Kohle-und Petroliumindustrie wollen natürlich nicht wechseln. Sie haben kein Geschäftsmodell dafür. Und sie haben großen Einfluss auf alle Regierungen in der ganzen Welt.

Präsident Obama ist ein Freund von erneuerbaren Energien, aber er hat leider nicht die Mehrheit für diese Art von Politik. Warum ist das so? Die konservative Industrie denkt an ihre Finanzen und es ist sehr schwer gegen sie zu kämpfen. Es ist nicht deren Ziel sich zu ändern, nur der Umwelt wegen.

Und ich bin verwundert, dass JR ein Solar-Pionier ist. Wie begegnen Ihnen Leute in den USA, Kollegen, wenn sie erfahren wie sehr Sie sich für Solarenergie einsetzen? Die Leute sind sehr froh und be¬¬¬¬geistert darüber… Leute aus der Öl- und der anderen konservativen Industriebranche treffe ich ja nie.

Ist das ein Thema am Filmset? Ich habe mir einen Airstream, einen großen Wohnwagen, gekauft und ihn mit einer Solaranlage auf dem Dach ausgestattet. Für den Abend lädt sie dann eine Batterie. Am Set von Dallas sitzt dann JR in seinem Wohnwagen und wird komplett solar versorgt. Es ist ein gutes Beispiel für die zukünftige Mobilität.

Was denken Sie darüber, dass einige Solarhersteller in den USA eine Klage gegen China-Dumping vorgebracht haben. In Europa wird das ja jetzt auch überlegt. Wow, ich meine, hier geht’s doch um unsere Zukunft. Die chinesische Regierung subventioniert ihre Unternehmen so, dass sie die Module zu gedumpten Preisen verkaufen können. Natürlich kaufen die Leute gerne billig. Sobald niemand anders mehr auf dem Markt ist, werden die Chinesen ihre Preise wieder anheben. Zumindest würde ich das an ihrer Stelle tun. Nachdem Sie die Industrie in Amerika und Europa zerstört haben, können sie den Markt vollkommen einnehmen. Ich würde es an ihrer Stelle tun. Ich glaube, wenn wir die Zukunftsindustrien Solar und Wind an China verloren geben, verlieren wir bald unsere gesamte Industrie.

Das vollständige Interview finden Sie unter www.sonnenseite.com.

 
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