Presse Archiv - Details

Dünne Finger für höhere Leistung

Dienstag, 12.03.2013 09:50v3

Ein neues patentiertes Druckverfahren, das die Forscher der SolarWorld zur Produktionsreife geführt haben, steigert die Leistung der poly- und monokristallinen Module in diesem Jahr um fünf Watt.

Die Breite der Silberkontakte auf der Oberfläche der Solarzelle wird auf 30 Mikrometer halbiert, gegenüber den derzeit weltweit üblichen 70 bis 90 Mikrometern. „Das hat mehrere Vorteile“, erläutert Dr. Holger Neuhaus, Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft SolarWorld Innovations GmbH. „Wir verringern die Abschattung der Oberfläche und die Verluste durch Widerstände in den Kontakten. Auch der Verbrauch an Silber, einem der Hauptkostentreiber in der Solarzellenfertigung, sinkt.“ Nicht zuletzt sorgen die extrem dünnen Kontakte, die aus einer Entfernung von 30 Zentimetern nicht mehr zu erkennen sind, für eine homogenere Optik des Solarmodules.

Der Trick liegt in der Aufbringung der Silberkontakte auf der Vorderseite der Solarzellen. Im derzeit üblichen Siebdruckverfahren wird die Siebdruckpaste durch Öffnungen in einem Sieb auf die Solarzelle gedruckt. Die Paste besteht aus Metallpartikeln und bildet nach einem Sinterschritt die stromleitenden Kontakte der Solarzelle. Die Mitarbeiter der SolarWorld Innovations haben gemeinsam mit dem Forschungsinstitut von Xerox ein sogenanntes Extrusionsverfahren entwickelt: Dabei wird die Silberpaste zusammen mit einem organischen Stützmaterial auf die Solarzelle gedruckt, was ein Auslaufen der Silberpaste verhindert und diese extrem feinen Strukturen von 30 Mikrometern in Form hält. Die entstehenden Kontakte sind höher und schmaler als die üblichen, weisen also eine bessere Leitfähigkeit auf. Da der Pastenstrahl berührungslos auf die Oberfläche geführt wird, gehen weniger Zellen in der Produktion zu Bruch. Beim Sintern der Silberkontakte verdampft das Stützmaterial wieder. Der Extrusionsdruck ist sowohl für mono- als auch für polykristalline Solarzellen geeignet.

SolarWorld hat gemeinsam mit seinen Partnern nicht nur das Verfahren, sondern auch das zugehörige Produktionstool entwickelt, das 2800 Zellen pro Stunde herstellen kann. Damit ist die SolarWorld AG der Branche weit voraus: Die Roadmap des Halbleiterverbandes SEMI rechnet erst für 2020 mit so dünnen, gut leitenden Kontaktfingern. „Derzeit gibt es in der Industrie viele verschiedene Ansätze, aber noch kein Verfahren, das so eine Produktionsreife mit einem Durchsatz für die Massenfertigung erreicht hat“, sagt Dr. Neuhaus. Im ersten Halbjahr 2013 werden neue Druckanlagen in den SolarWorld-Fertigungen im sächsischen Freiberg und in Hillsboro in Oregon eingeführt.

Stefanie Kruck, Mitarbeiterin in der Freiberger Solarzellenfertigung, begutachtet das neue Zelldesign.

Alle Texte und Fotos stehen unter www.solarworld.de/presse zum Download bereit. Bitte informieren Sie uns mit einem Belegexemplar über die Veröffentlichung.

Dateien:
duenne-finger-fuer.zip4.6 M


 
  • SolarWorld setzt Zeichen

    Mit dem SolarWorld Einstein-Award

    Newsletter

    Interessiert an regelmäßigen Informationen? Dann tragen Sie sich in unseren Presseverteiler ein

    Downloads

    SolarWorld Broschüren als PDF zum Download

    Standorte weltweit

    In allen wichtigen Märkten präsent

  • SolarWorld e-One

    Das erste seriennahe Solar-Elektro-Flugzeug.

    Solarstromrechner

    Erfahren Sie in wenigen Schritten, welche Erträge eine Solaranlage auf Ihrem Dach erzielen kann.

    Installateursportal

    Sie sind Installateur oder Profi-Handwerker? Auf unserem Portal finden Sie alle relevanten Infos zum Thema Photovoltaik

    Solarkredit

    Ihr intelligenter Photovoltaik-Kredit mit der Süd-West-Kreditbank