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Die ungleiche Solarrechnung

Mittwoch, 19.12.2012 12:54v3

Summen der staatlichen Förderungen je Energiegewinnungsart in Milliarden Euro

Solarenergie boomt: Über eine Million Haushalte verfügen bereits über eine eigene Solarstromanlage. Ist dieses Stück Energiewende Luxus, den sich bald keiner mehr leisten kann? Nicht, wenn man ehrlich rechnet, meinen Experten.

Schon im ersten Halbjahr 2012 deckte erneuerbarer Sonnenstrom 5,3 Prozent des Gesamtverbrauchs der Deutschen ab, meldete der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft. An sonnigen Tagen steigt der Anteil auf bis zu 20 Prozent. Was bis vor ein paar Jahren als grüne Utopie belächelt wurde, ist heute aus dem Energiemix nicht mehr wegzu­denken. Doch der Strom aus Photovoltaik ist angeblich zu teuer. Als Beleg dafür gilt die Ökostrom-Umlage, die jetzt von 3,59 auf 5,28 Cent je Kilowattstunde steigt.

Ist Solarstrom wirklich teurer als der aus Atom- und Kohlekraftwerken? Die Kosten setzen sich aus verschiedenen Komponenten zusammen: Anschaffung, Finanzierung, Betrieb der Anlagen. Die Summe ergibt die „Gestehungskosten“. Die sinken seit Jahren, da Solarmodule immer besser und billiger werden. Nach einer Studie von EuPD Research ist Strom aus kleinen Dachanlagen heute schon mit unter 18 Cent deutlich günstiger als Haushaltsstrom mit etwa 25 Cent pro Kilowattstunde.

Verglichen wird das oft mit den Gestehungskosten abgeschriebener Kernkraftwerke, die angeblich bei 2 bis 3 Cent pro Kilowattstunde liegen, oder mit denen von Steinkohlekraftwerken (5 bis 8 Cent). Vernachlässigt wird, dass sowohl Atomstrom als auch Kohle über Jahrzehnte hinweg subventioniert wurden. Die Kosten dafür sind wesentlich höher als die aktuellen Ausgaben für die Energiewende. Auf der Stromrechnung tauchen sie allerdings nicht auf, da der Steuerzahler bereits die Rechnung beglichen hat. So müssten die „ehrlichen“ Kosten für Strom aus Braun- und Steinkohlekraftwerken bei 15,6 bzw. 14,8 Cent, die für Atomenergie bei mindestens 16,4 Cent je Kilowattstunde liegen. Das rechnet eine Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) vor.

Die Folgekosten der atomaren Energieträger durch Umwelt- und Klimaschäden sowie die damit verbundenen Risiken werden von Fachleuten so hoch eingeschätzt, dass keine Versicherung oder Rückversicherung der Welt sich zutraut, entsprechende Absicherungen anzubieten.

Fazit: Nach Ende des Abschreibungszeitraums ist Strom aus Solar-Kraftwerken wegen niedriger Betriebskosten und nicht existenter Brennstoffkosten günstiger als jeder andere Strom. Fossile oder nukleare Kraftwerke hingegen müssen auch nach vollständiger Abschreibung der Investition laufend Brennmaterial zukaufen und Brennabfälle entsorgen, um Strom zu erzeugen. Beides wird Jahr für Jahr teurer – genau wie Erdöl, und im Gegensatz zu Solaranlagen. Die kosten im Vergleich zu 2000 heute noch ein Viertel.

 
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