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Solarmodule im Qualitäts-Check

Mittwoch, 19.12.2012 12:59

Die Modulbruchprüfung nach IEC 61730-2 ist nichts für schwache Nerven: Hier wird getestet, ob ein Solarmodul auch den Aufprall eines 45 Kilogramm schweren Gegenstandes standhält. Ähnlich wie bei einem Pendelschlagversuch wird der Gegenstand aus einer Höhe von bis zu 1,30 Meter fallen gelassen.

Eine Photovoltaikanlage ist kein Auto – so weit, so offensichtlich. Eine Gemeinsamkeit ist, dass bei beiden Investitionen Qualität eine entscheidende Rolle spielt. Doch woran erkennt der Laie Qualität? Anders als beim Auto hat der Verbraucher die Solaranlage nach der Installation nicht täglich in der Hand. Im Gegenteil, in vielen Fällen verschwindet sie gänzlich aus dem Blickfeld. Allein die Überwachungssoftware liefert Aussagen zu Erträgen und damit auch zur Qualität und Leistung der Solarstromanlage. Dann ist die Anlage aber bereits auf dem Dach installiert und nicht mehr zu ändern.

Worauf kann der Verbraucher schon vor dem Kauf einer Anlage achten?
Qualität ist bei einem Solarstrommodul weder auf den ersten Blick zu erkennen, noch lässt sie sich leicht erfühlen. Dennoch gibt es Merkmale, die für Qualität sprechen und dem Verbraucher Orientierung beim Kauf geben können. In einer automatisierten Fertigung hergestellte Solarstrommodule sind immer zu empfehlen, da nur so eine gleichbleibende Qualität erzielt werden kann. Ob automatisiert hergestellt oder nicht, lässt sich beispielsweise an der Rahmung des Moduls erkennen. Ist der Rahmen verschraubt, ist das Modul in jedem Fall manuell hergestellt, da dieser Prozess nicht automatisiert werden kann.

Welche weiteren Kriterien gibt es?
Die Anbringung der sogenannten Anschlussdose auf der Rückseite des Moduls ist sicherlich eine Philosophiefrage. Die Dosen, die nicht mehr zu öffnen sind, gelten als weniger stör­anfällig. Im seltenen Fall, dass in einer geschlossenen Anschlussdose beispielsweise eine Diode ausfällt, ist eine Reparatur beim Hersteller kein Problem.

Kann von der Optik auf Qualität geschlossen werden?
Auch der Laie kann beim Kauf von der Optik auf Qualität schließen. Das ist schon an kleinen Dingen erkennbar: Liegen die Solarzellen gerade? Ist der Abstand zwischen den Solarzellen gleich? Selbst wenn beides zunächst keinen Einfluss auf die Leistung des Moduls hat, zeugt es davon, dass der Hersteller seine Prozesse im Griff hat. Auch der Abstand der Solarzellen zum Rahmen ist von Bedeutung. Je größer der Abstand, umso länger dauert es, bis sich eine Schmutzkante bilden kann, die zwangsläufig irgendwann zu Verschattungen und damit zum Leistungsverfall führt. Auch ein Blick auf die Rückseite eines Solarmoduls gibt über viele Dinge Aufschluss. Auf dem Label sollten Ursprungsland und Datumsschlüssel klar erkennbar sein. Dann ist auch nach vielen Jahren noch nachvollziehbar, wann und wo das Produkt hergestellt wurde und welche Materialien zum Einsatz gekommen sind. Erkennbar ist darauf auch die Leistung eines Moduls. Sollte dann noch das Zeichen „TÜV Power controlled – TÜV Rheinland“ sichtbar sein, kann der Verbraucher sicher sein, dass das Modul auch wirklich die Leistung liefert, die der Hersteller verspricht. Denn das Prüfinstitut holt sich jeden Monat eine Palette mit Modulen direkt aus der Herstellung und überprüft die Angaben. Die Messungen des Herstellers dürfen nur maximal zwei Prozent abweichen.

Gibt es optische Alarmzeichen?

In keinem Fall sollten in einem Modul große Blasen oder sogar zerbrochene Zellen zu sehen sein. Eine beschädigte Rückseite ist für den Anwender elektrisch gefährlich. Auch für den Laien mit einem Blick erkennbar ist, ob die elektrischen Verbindungen der Solarzellenreihen gut oder von schlechter Qualität sind. Wenn Buchsen und Stecker wackeln, dann ist das gefährlich. Was bei vielen anderen Produkten gilt, trifft auch für ein Solarmodul zu: Wenn es „billig“ aussieht, hält es in der Regel keine 25 Jahre.

Wo kann sich der Verbraucher unabhängig informieren?
Die besten Informationen gibt es bei einem Elektroinstallateur vor Ort, der auch Solaranlagen mit im Angebot hat. In der Regel hat er mehrere Produkte zur Auswahl. Da kann man sich Rahmung, Solarzellen oder auch die Anschlussdose eigenhändig anschauen und vergleichen. Diese Möglichkeiten bieten auch sogenannten Hausmessen, die regelmäßig in größeren Städten stattfinden.

Welche Zertifikate oder Dokumentationen sollten in jedem Fall dabei sein?
Unverzichtbar ist das CE-Zeichen. Mit dem Konformitätszeichen erklärt der Hersteller, dass seine Produkte sicher sind. Absolut notwendig sind: DIN EN 61215 und 61730. Diese regeln die Bauwerkzulassung und die Sicherheit von Photovoltaik-Modulen. So fehlen etwa Grauimporten diese Nachweise. Wichtig ist auch, dass der Hersteller in seinen Garantiebedingungen klar beschreibt, was in einem Schadensfall geschieht und wer was bezahlt. Gleiches gilt für Serviceregelungen und Rücknahmen bei Vorort-Service. 25 Jahre Garantie geben die Top-Hersteller heute. Dabei muss klar erkennbar sein, was bei einem Garantiefall in diesem langen Zeitraum geschieht. Der deutsche Hersteller SolarWorld zum Beispiel liefert seine Anlagen mit einer kompletten Dokumentation aller wichtigen Daten, dem sogenannten Sunpass, aus. Auch wenn die Solaranlage in der Regel von einem Elektroinstallateur auf das Dach montiert wird, sollte darauf geachtet werden, dass eine Montageanleitung mitgeliefert wird.

Zusätzliche Prüfzeugnisse sind für verschiedene Anwender unerlässlich. Der Landwirt sollte darauf achten, dass die Solarmodule ammoniakbeständig sind. Der Küstenbewohner, dass die gekauften Produkte den Salznebeltest bestanden haben. Und zu guter Letzt: Wer sich eine Solaranlage und damit ein grünes Produkt kauft, sollte darauf achten, dass die Wege zwischen Herstellungsort und Einsatzort in einem vernünftigen Verhältnis stehen. Frei nach dem Motto: Think global, act local. 

 
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