Corporate Governance

Corporate Governance

Die verantwortungsvolle Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle, die unter dem Begriff „Corporate Goverance" verstanden wird, war und ist ein anerkannter, praktizierter Standard bei der SolarWorld AG.

Mit der Unterzeichnung des von der Regierungskommission des Bundesjustizministeriums verabschiedeten Deutschen Corporate Governance Kodex verpflichten sich die Organe der SolarWorld AG, die Grundsätze und anerkannten Standards einer verantwortungsvollen und fairen Unternehmensführung im Unternehmen umzusetzen. Mit dieser Selbstverpflichtung setzt die SolarWorld AG auf einen Best-Practice-Standard guter Unternehmensführung und honoriert das Vertrauen der Aktionäre, die über die Stellung von Eigenkapital einen Teil des unternehmerischen Risikos tragen.

Im Kodex werden die Rechte der Aktionäre sowie das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat verdeutlicht. Zudem umfasst der Kodex Vorschriften zu Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Darüber wird das Vertrauen in die Unternehmensführung gestärkt.

Über die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wird bekannt gegeben, ob den Empfehlungen entsprochen wurde. Diese wird den SolarWorld-Aktionären jährlich im Geschäftsbericht sowie auf dieser Internetseite dauerhaft zugänglich gemacht.

 

 

Entsprechenserklärung Dezember 2014 von Vorstand und Aufsichtsrat der SolarWorld AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Im Juni 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SolarWorld AG ihre letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Solarworld AG entsprach seither den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 24. Juni 2014 mit den im Folgenden genannten Ausnahmen und wird den Empfehlungen des Kodex auch weiterhin mit diesen Ausnahmen entsprechen.

Ausnahmen

a) Angemessene Berücksichtigung von Frauen im Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1 DCGK)


Als Folge der finanziellen Restrukturierung besteht der Aufsichtsrat der SolarWorld AG seit dem 30. Mai 2014 aus sechs Mitgliedern. Der veränderten Aktionärsstruktur wurde dadurch Rechnung getragen, dass die neuen Großaktionäre Kandidatenvorschläge für die Aufsichtsratswahl einbringen konnten. Damit ist eine größere Vielseitigkeit und Internationalität im Aufsichtsrat entstanden. Soweit jedoch die geschlechtsspezifischen Diversity-Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex betroffen sind, konnte diesen aufgrund der von Aktionärsseite unterbreiteten Wahlvorschläge nicht nachgekommen werden.

b) Einrichtung eines Prüfungsausschusses (Ziffer 5.3.2 DCGK)

Gemäß Ziffer 5.3.2 DCGK soll der Aufsichtsrat einen Prüfungsausschuss einrichten, der sich insbesondere mit der Überwachung des Rechnungslegungssystems, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung, der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung sowie - falls kein anderer Ausschuss damit betraut ist - der Compliance, befasst. Abweichend von dieser Empfehlung hat der Aufsichtsrat derzeit keinen Prüfungsausschuss gebildet. Der Aufsichtsrat kann und soll nach pflichtgemäßem Ermessen beurteilen, wie er seine Arbeit zweckmäßigerweise einrichtet, um seinen gesetzlichen Funktionen und seiner Allgemeinverantwortung am besten gerecht zu werden. Aufgrund der satzungsmäßigen Besetzung des Aufsichtsrats mit lediglich sechs Mitgliedern wird die Behandlung der Themen, die einem Prüfungsausschuss zugewiesen werden, mit dem gesamten Aufsichtsrat gegenüber einem Ausschuss als effizienter angesehen.

c) Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre (Ziffer 5.4.3 DCGK)

Gemäß dieser Empfehlung sollen im Falle einer anstehenden Aufsichtsratswahl den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvor-sitz im Vorfeld bekannt gegeben werden. § 107 Abs. (1) Satz 1 AktG sieht in Übereinstimmung mit der Satzung der Gesellschaft hingegen vor, dass der Aufsichtsrat im Anschluss an die Hauptversammlung aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter wählt. Eine Bekanntgabe der bzw. des Kandidaten für den Vorsitz aus dem Kreis von Aufsichtsräten, die noch nicht gewählt sind, entspräche einer nicht vorgesehenen Vorfestlegung. Aus diesem Grund entspricht die SolarWorld AG dieser Empfehlung nicht.

Bonn, Dezember 2014

Für den Vorstand
Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck
- Vorstandsvorsitzender -

Für den Aufsichtsrat
Dr. Georg Gansen
- Aufsichtsratsvorsitzender -