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Positive Bilanz nach einem Jahr

Geschenke für die Krankenstation in Mali

Nach etwas mehr als einem Jahr war ein SolarWorld-Team in das Dorf im Süden von Mali zurückgekehrt, um für den Konzernbericht und den Online-Konzernbericht eine Film- und Fotodokumentation über die im Rahmen von Solar2World installierte Solaranlage auf der Krankenstation anzufertigen.

Dabei gab es gleich mehrere Gründe zur Freude: Die Solarmodule auf dem Dach sahen aus wie neu – das Wartungsteam steigt mit einer eigens gebauten Leiter jede Woche zum Putzen hinauf. Die beiden Solarakkus waren vollgeladen, alle Energiesparlampen funktionierten einwandfrei. Das mittlerweile fünfköpfige Team der Krankenstation hat in dem einen Jahr sehr gute Erfahrungen mit der Anlage gesammelt: „Sie funktioniert zuverlässiger als ein Generator, dessen Diesel man kaufen muss und der reparaturanfällig ist. Unsere Arbeit, vor allem die der Hebamme, ist dadurch sehr erleichtert worden“, sagt Krankenpfleger Issa Traoré, der in der Krankenstation die Rolle eines Arztes ausfüllt. Dank der solaren Beleuchtung habe sich die Zahl der Geburten in der Station 2010 im Vergleich zu 2009 von 105 auf 230 mehr als verdoppelt. „Früher mussten die Frauen zur Entbindung ihre eigene Lampe mitbringen. Da das meist die einzige im Hause war, saßen die anderen Frauen und Kinder im Dunkeln. Deshalb zogen sie es vor, ohne professionelle Hilfe zu Hause zu entbinden“, erklärt Hebamme Assan Fomba. Auch sei manchmal mitten in der Geburt das Kerosin ausgegangen und sie habe in völliger Dunkelheit entbinden müssen.

„Bitte sagen Sie allen Menschen in Deutschland, dass M’Piè Marico sie grüßt“, wiederholte der „Dugutigi“, der 89-jährige Dorfälteste von Dégnékoro, immer wieder.

Zur Vorbereitung der Reise hatte die Abteilung Investor Relations die Bonner Kollegen in Buschdorf und der Holding aufgerufen, Spenden zu sammeln, und diese folgten dem Aufruf sehr rege. So kam in der ersten Januarwoche eine ganze Kiste voll Baby- und Kinderkleidung, Kinderschuhen, Spielzeug, Schulsachen und Körperpflegemitteln zusammen. Hinzu kamen Geldspenden von insgesamt 375 Euro, wobei Harry Neumann aus der Technik, Vertriebschef Matthias Roth und das Film- und Fototeam Sandra Schuck und Mario Rodrigues jeweils 50 Euro spendeten.


200 Schachteln Paracetamol, mehrere Meter Pflaster und 100 sterile Spritzen

Mit dieser Summe wurde in Bamako je zur Hälfte Material für Krankenstation und Schule gekauft, was schon im Schreibwarengeschäft und in der Apotheke für große Freude sorgte. Für die Krankenstation kamen 200 Schachteln Paracetamol, mehrere Meter Pflaster, zehn Packungen Verbandszeug, Desinfektionsmittel, Malaria-Medikamente für Kinder, Baumwolle, Moskitospray sowie 100 sterile Spritzen zusammen. „Das sind Dinge, die wir wirklich gebrauchen können, und mit dem Material werden wir eine ganze Weile hinkommen“, freute sich Issa Traoré.

Für 200 Schulkinder wurde eine einfache Grundausrüstung zusammengestellt: je 200 Hefte, Bleistifte, Kulis, Lineale, Radiergummis. Da die Grundschüler im Alphabetisierungskurs noch auf Schiefertafeln schreiben, kaufte das Team für sie noch einen Klassensatz Schiefertafeln und 400 Stück Kreide hinzu. Hinzu kamen noch 200 Solar- World-Kulis, Wasserbälle, Jojos, Sun at work-Aufkleber, Luftballons sowie ein Fußball. Das Schulmaterial konnte den Lehrern leider nicht persönlich übergeben werden, da diese gerade im Streik waren – das Dezembergehalt war Mitte Januar noch nicht angekommen. Stattdessen nahm die strahlende Vorsitzende des Schulverwaltungsrates, Kosun Diabaté, die beiden Kisten mit Schulmaterial entgegen. „Bitte richten Sie allen Ihren Kollegen unseren Dank aus“, bat sie. Damit es im Dorf keinen Streit um die Kleider- und Spielzeugspenden gab, gingen diese an die Vorsitzende der lokalen Frauengruppe, Madiè Fomba, mit der Bitte, diese an besonders bedürftige Familien zu verteilen. Die Frauen des Dorfes bedankten sich mit einem „Tam-Tam“, dem traditionellen westafrikanischen Tanzfest, bei dem früher unverheiratete junge Frauen und Männer zusammengebracht wurden. Am Mangobaum in der Mitte des Dorfes musizierten ein Trommler und ein Balafon- Spieler – dieser Urahn des Xylophons aus Holzklangstäben und Kalebassen wird bereits seit dem 16. Jahrhundert in Mali gespielt. Und natürlich wurden auch die Gäste aus Deutschland aufgefordert, sich beim Tanz mit einzureihen. (CHA)