Interview Frank H. Asbeck

„Es geht um mehr als den kurzfristigen Kick“

Interview mit Frank H. Asbeck, dem Vorstandvorsitzenden der Bonner SolarWorld AG zu den Perspektiven der Solartechnologie in Afrika.



Herr Asbeck, warum Ihr Engagement in Afrika?

Asbeck: „Wir tragen Verantwortung für eine faire Entwicklung in allen Ländern der Welt. Afrika muss sich entwickeln und wirtschaftlich wachsen, um seine Menschen zu ernähren und ihnen eine Zukunft im eigenen Land zu geben. Solarstrom leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag. Sonne gibt es in Afrika im Überfluss. Hier liegt es auf der Hand, dass Solarstrom die Grundlage für eine nachhaltige Energieversorgung sein muss. Es gibt die einmalige Chance, dort nicht alle Fehler zu wiederholen, die beim Thema Energie in Europa gemacht wurden.“


Aber kann sich das denn dort überhaupt jemand leisten?

Asbeck: "Photovoltaik ist wettbewerbsfähig. Erst recht gegenüber ineffizienten Dieselgeneratoren, die heute die Elektrizitätsversorgung in weiten Teilen Afrikas darstellen. Mit Solartechnologie machen sich die Leute unabhängig und erhalten vielfach erstmals überhaupt eine Chance zu wirtschaftlichen Entwicklungen."


Solarstrom und -technik als Alternative auch zu Großkraftwerken und aufwendigem Stromnetz?

Asbeck: „Auf jeden Fall. Wo kein Netz vorhanden ist, ist es immer billiger, dezentral Strom zu erzeugen. Ein Netzaufbau würde viel Zeit und noch mehr Geld kosten. Die Zukunft der flächendeckenden Stromversorgung in ärmeren Regionen liegt in dezentral produziertem Strom.“


Warum spendieren Sie den Südafrikanern die Sun-TV Stationen?

Asbeck: „Die ganze Welt schaut auf die WM 2010. Nur: Viele Südafrikaner werden die WM nicht sehen können. Unsere Sun-TV Stationen ermöglichen zumindest die mediale Teilnahme. Wir zeigen, was mit Solartechnik möglich ist. Und nutzen dabei den ganzen Rummel um die WM. Uns geht es um mehr als den kurzfristigen Kick bei der WM. Wir zeigen, wie mit unserer Technik wirtschaftlich der Alltag verbessert, Bildung gefördert und Aufklärung betrieben werden kann, insbesondere beim Thema AIDS. Wir sind kommerziell seit Jahren in Afrika aktiv und engagieren uns ebenso lange für ethische Projekte im Rahmen unseres Solar2World Programms. Das werden wir weiter tun, auch wenn alle Fußballer wieder zu Hause sind.“


In Deutschland werben Sie mit Lukas Podolski. Kennt man den am Kap überhaupt?

Asbeck: „Da können Sie ganz sicher sein. Ich wurde bei einem Besuch in Südafrika sehr schnell darauf angesprochen. Lukas war auch einer der ersten, der sich bereit erklärt hat, eine Patenschaft für eine Sun-TV Station zu übernehmen. Auch Peter Maffay, Sönke Wortmann, Larry Hagman und die Familie Klopp haben spontan zugesagt. Dieses Engagement – übrigens ohne Gage – hat mich sehr gefreut.“


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