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Sun-TV: Gewinn für Südafrika

Wie die Kicker aus Deutschland bei der Fussball-Weltmeisterschaft in Südafrika abschneiden werden, ist noch völlig offen. Doch für manche Menschen vor Ort wird das Turnier in jedem Fall zu einem Erfolg. Zum Beispiel für diejenigen, die sich die Fußballspiele auf einem von der deutschen SolarWorld errichteten Sun-TV anschauen können. Der deutsche Solarkonzern wird bis zum WM-Auftakt zahlreiche dieser Systeme installieren – in Dörfern weit weg vom Stromnetz oder in Townships am Rande von Großstädten wie Kapstadt und Windhuk. Damit will das Unternehmen um Gründer Frank H. Asbeck die WM in die Dörfer zu den Menschen tragen, die sonst keine Möglichkeit hätten, die Spiele zu sehen, und damit das bei der WM in Deutschland so erfolgreiche „Community Viewing“ verbreiten. Die meisten Dörfer Südafrikas sind wegen ihrer peripheren Lage von jeder zentralen Versorgung abgeschnitten. Fernseher gibt es höchstens, wenn sie mit einem lauten und stinkenden Dieselgenerator betrieben werden.

Gregor Küpper, Geschäftsführer von SolarWorld Africa bei der Übergabe einer Sun-TV Station.

Die TV-Stationen der SolarWorld werden dagegen von Hocheffizienzmodulen versorgt, die Sonnenlicht in Strom verwandeln. Frank Asbecks Sun–TV Idee soll aber nicht nur dazu beitragen die Fußballbegeisterung vor Ort zu entfachen, sondern den Menschen auch Zugang zu sauberem Strom und Bildung verschaffen. Das solarbetriebene TV-System verfügt über einen DVD-Spieler und empfängt neben Sport- und Kinderkanälen auch ausgewählte Bildungskanäle über eine Satellitenantenne. So können die Dorfgemeinschaften die Informationsquellen nach der WM weiter nutzen. Das ist wichtig für Gesundheitsaufklärung etwa im Falle von AIDS und der Bildung von Erwachsenen und Kindern. Schulen stehen statt veraltetem Lehrmaterial moderne Informationen zur Verfügung. Solarstrom ist eine wirtschaftliche Chance für Afrika und damit mehr als eine Alternative zur teuren und umweltbelastenden Stromproduktion mit Dieselgeneratoren. Denn den Rohstoff Sonne gibt es in Afrika im Überfluss. Er kann eine breite wirtschaftliche Entwicklung insbesondere in ländlichen Regionen anschieben. Dass Strom aus Sonne einfach und effizient ist, zeigt das SolarWorld Sun-TV Projekt. So ist die WM jetzt schon ein Gewinn für Südafrika.

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