Corporate Governance

Corporate Governance

Die verantwortungsvolle Unternehmensführung und Unternehmenskontrolle, die unter dem Begriff „Corporate Goverance" verstanden wird, war und ist ein anerkannter, praktizierter Standard bei der SolarWorld AG.

Mit der Unterzeichnung des von der Regierungskommission des Bundesjustizministeriums verabschiedeten Deutschen Corporate Governance Kodex (DGCK) verpflichten sich die Organe der SolarWorld AG, die Grundsätze und anerkannten Standards einer verantwortungsvollen und fairen Unternehmensführung im Unternehmen umzusetzen. Mit dieser Selbstverpflichtung setzt die SolarWorld AG auf einen Best-Practice-Standard guter Unternehmensführung und honoriert das Vertrauen der Aktionäre, die über die Stellung von Eigenkapital einen Teil des unternehmerischen Risikos tragen.

Im Kodex werden die Rechte der Aktionäre sowie das Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat verdeutlicht. Zudem umfasst der Kodex Vorschriften zu Transparenz, Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Darüber wird das Vertrauen in die Unternehmensführung gestärkt.

Über die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG wird bekannt gegeben, ob den Empfehlungen entsprochen wurde. Diese wird den SolarWorld-Aktionären jährlich im Geschäftsbericht sowie auf dieser Internetseite dauerhaft zugänglich gemacht.

 

Entsprechenserklärungen 2015 von Vorstand und Aufsichtsrat der SolarWorld AG zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Im Dezember 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat der SolarWorld AG ihre letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Solarworld AG entsprach seither den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 5. Mai 2015 mit den im Folgenden genannten Ausnahmen und wird den Empfehlungen des Kodex auch weiterhin mit diesen Ausnahmen entsprechen.

Ausnahmen

a) Angemessene Berücksichtigung von Frauen im Aufsichtsrat (Ziffer 5.4.1 DCGK)

Seit dem 2. Juni 2015 besteht bei der SolarWorld AG ein paritätisch mitbestimmter Aufsichtsrat mit 12 Mitgliedern, darunter eine Frau. Bei den gesetzlich notwendigen Neuwahlen wurden die bisherigen Kandidaten der Großaktionäre, die bis dahin lediglich ein Jahr im Amt waren, bestätigt. Bei den Wahlen der Arbeitnehmer wurde lediglich eine Frau gewählt. Der Aufsichtsrat ist in seiner gegenwärtigen Zusammensetzung vielseitig und international. Jedoch erfüllen die Wahlergebnisse nicht die geschlechtsspezifischen Diversity-Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Der Aufsichtsrat begrüßt die größere Vielfalt, die sich nach künftigen Aufsichtsratswahlen aufgrund der ab 2016 geltenden, zwingenden gesetzlichen Vorschriften ergeben wird.

b) Nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter (Ziffer 4.2.3, Abs. 2 Satz 8 DCGK)


Nach dieser Empfehlung soll eine nachträgliche Änderung der Erfolgsziele oder der Vergleichsparameter ausgeschlossen sein. In einem sich dynamisch entwickelnden Marktumfeld kann es aus der Sicht des Aufsichtsrats jedoch in begründeten Fällen sinnvoll und unternehmerisch angezeigt sein, die Erfolgsziele oder die Vergleichsparameter für variable Vergütungskomponenten nachträglich an ein verändertes Umfeld anzupassen. Daher sieht die SolarWorld AG davon ab, der entsprechenden Empfehlung des Kodex zu folgen.

c) Ernennung eines Vorsitzenden für den Prüfungsausschuss (Ziffer 5.3.2 DCGK)

Diese Empfehlung setzt die Ernennung eines Vorsitzenden für den Prüfungsausschuss voraus, der gem. Ziffer 5.3.2 Satz 2 DCGK über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen soll. Kein Mitglied des Aufsichtsrates erfüllt sämtliche Voraussetzungen der Ziffer 5.3.2. Satz 2. Somit kommt die SolarWorld AG der diesbezüglichen Empfehlung des Kodex nicht nach. Die Arbeitsqualität des Prüfungsausschusses erfährt dadurch jedoch keine Abwertung. Vielmehr wird die Effizienz der Ausschussarbeit durch Kommunikation und Bündelung der Expertise aller Ausschussmitglieder gewährleistet.

d) Bekanntgabe von Kandidatenvorschlägen für den Aufsichtsratsvorsitz an die Aktionäre (Ziffer 5.4.3 Satz 2 DCGK)

Gemäß dieser Empfehlung sollen im Falle einer anstehenden Aufsichtsratswahl den Aktionären Kandidatenvorschläge für den Aufsichtsratsvorsitz im Vorfeld bekannt gegeben werden. § 107 AktG sieht in Übereinstimmung mit der Satzung der Gesellschaft hingegen vor, dass der Aufsichtsrat im Anschluss an die Hauptversammlung aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter wählt. Eine Bekanntgabe der bzw. des Kandidaten für den Vorsitz aus dem Kreis von Aufsichtsräten, die noch nicht gewählt sind, entspräche einer nicht vorgesehenen Vorfestlegung. Aus diesem Grund entspricht die SolarWorld AG dieser Empfehlung nicht.

Bonn, November 2015

Für den Vorstand
Dr.-Ing. E. h. Frank Asbeck
- Vorstandsvorsitzender -

Für den Aufsichtsrat
Dr. Georg Gansen
- Aufsichtsratsvorsitzender -